Werbeeffizienz, Währungskrise, Digitalisierung und die Mediennutzung der Zukunft:
Nur einige Themen des 1. Wiesbadener Mediakongresses, der am 21. April 2010 im Wiesbadener Kurhaus stattfand. "Ich glaube, dass Werbung auch in Zukunft ein zentrales Geschäftsmodell im Netz bleibt", sagte Jochen Wegner, Chefredakteur von Focus Online. Provokant präsentierte der Autor und Welt am Sonntag-Kolumnist Jan Weiler seine Thesen: "Die Privatsender benehmen sich den Zuschauern gegenüber wir eine zugekokste Drückerkolonne." Prof. Dr. Jo Groebel beklagte in seinen Ausführungen, dass die Werbe-
modelle derzeit zum größten Teil "verzweifelt herkömmlich" seien und nicht unbedingt realitätsnah. Axel Dammler, Geschäftsführer der Instituts Iconkids & Youth, sprach von einer "Medienmonokultur". "Was für uns ganz wichtig ist: Beweise deine Werbewirkung." Dieses Statement von Dr. Andreas Wiele, Vorstand Bild-Gruppe und Zeitschriften bei Axel Springer, berührte schließlich ein Kernthema der Werbe- und Medienbranche, das auch die Thesen von Ulrich Schulze-Eckel und Matthias Süßlin, beide Geschäftsführer der Beratungsagentur ants communications, unterstützte. Beide wiesen darauf hin, dass "Effektivität Effizienz bedeutet, jedoch nicht umgekehrt." Und dass die Rabattitis sicher nicht der richtige Weg zur Effektivitätssteigerung ist.
In der Abschlussdiskussion befragte Moderator Prof. Dr. Klaus Schweinsberg die Diskutanten nach den Wegen aus der derzeitigen Situation. Tina Beuchler, Head of Media Communication bei Nestlé, rät aus eigener Erfahrung zum Aufbau der Mediakompetenz in den Unternehmen. Alle Thesen und Themen des Kongresses werden in den nächsten Monaten von media spectrum vertieft und weiter diskutiert und sind als Download verfügbar.